Webflow vs. Wordpress - Der ultimative Vergleich im Jahr 2022

Wordpress und Webflow sind Content Management Systeme, kurz CMS. Diese Programme dienen zur Erstellung, Verwaltung und Publizierung von digitalen Inhalten (Content) auf Webseiten. Der grosse Vorteil dieser Programme ist, dass Webseiten auch ohne bzw. mit geringen Programmierkenntnissen betrieben werden können. CMS Programme lassen sich durch Module oder Apps beliebig erweitern und erhöhen damit den Funktionsumfang, z. B. E-Commerce.

Wordpress wurde als Marktführer in seinem Bereich lange Zeit von vielen Webdesignern bevorzugt. Inzwischen gibt es immer mehr Interessenten für Webflow und solche, die zu Webflow wechseln. Was ist nun besser? Um die Stärken und Schwächen beider herauszufinden, vergleichen wir in diesem Artikel beide CMS Programme.

Finden Sie nachfolgend unseren ultimativen Vergleich im Jahr 2022!

1.   Disziplin Designfreiheit

Design bei Webflow:

Bei Webflow gibt es zwar offizielle Templates, aber niemals so viele wie bei Wordpress. Bei Webflow starten wir mit einer weissen Fläche, die wir ohne Code individuell gestalten können. Dabei entscheidet der Nutzer selbst:

• wo die einzelnen Elemente platziert werden,

• welche Buttons wie aussehen,

• welche individuellen Animationen sie aufweisen.

Den Vorstellungen der Webmaster sind so gut wie keine Grenzen gesetzt.

Design bei Wordpress:

Die Designfreiheit bei Wordpress ist je nach persönlichen Programmierfertigkeiten beschränkt.

• Das ausgewählte Theme bestimmt das Design.

• Wer kein Coder ist, benötigt ein Plugin um das visuelle Design individuell zu verändern.

• Bezüglich Animationen gibt es Einschränkungen.

Sieger Disziplin 1: Webflow

Die völlig uneingeschränkte Ausgangslage kombiniert mit der relativ einfachen Bedienung, stellt das etwas unflexible Wordpress im Bereich Designfreiheit in den Schatten.

2.   Disziplin SEO

SEO bei Wordpress:

Beim Marktführer Wordpress wird bei den Suchmaschinenoptimierungs-Einstellungen das zugehörige Plugin (z. B. AIOSEO) benötigt. Nach der Installation des Ganzen ist WordPress bezüglich SEO absolut solide und einfach in der Bedienung.

SEO Webflow:

Bei Webflow müssen wir im Gegensatz zum Kontrahenten nicht auf Plugins zurückgreifen, das gilt auch für SEO. Die integrierten SEO-Einstellungen sind einfach verständlich konzipiert. Die Settings integrieren einen zusätzlichen Bereich für Mobiles Design und Leistung.

Sieger Disziplin 2: unentschieden

Obwohl Webflow im Fach SEO völlig ohne Plugins auskommt, gibt es hier keinen klaren Sieger, denn beide Programme sind sehr SEO freundlich.

3.   Disziplin Coding

Coding bei Webflow:

Da Webflow keine Plugins benötigt, wirkt der im Hintergrund parallel zur Gestaltung erstellte Code sehr sauber und übersichtlich. Dieser kann einfach verändert und exportiert werden. Das kommt den Webmastern, die das CMS nutzen zugute und erleichtert die Arbeit.

Coding bei Wordpress:

Durch Plugins wird der im Hintergrund erstellte Code lang und schwer durchsichtig. Darunter leidet schliesslich auch die Performance und die individuelle Bearbeitung wird erschwert.

Sieger Disziplin Coding: Webflow

Beide Programme kreieren automatisch einen Code im Hintergrund. Dieser kann mit ein wenig Programmierkenntnissen angepasst werden. Bei Wordpress wird dieser durch die vielen Plugins aufgeblasen und somit unübersichtlich. Webflow weist hingegen einen absolut cleanen Code auf, da dieser nicht durch unzählige Plugins verunstaltet wird.

4.   Disziplin Sicherheit

Sicherheit bei Wordpress:

Bei Wordpress kann man sich bei der Webseite direkt einloggen, da Frontend und Backend beisammen liegen. Ausserdem ist Wordpress eine der bekanntesten Open Source CMS Software und daher anfälliger für Hackerangriffe und Spam. Verschiedene Sicherheitslücken in Kombination mit einem fehlenden integrierten SSL-Verschlüsselungszertifikat, setzen selbständige Sicherheitsmassnahmen durch den Programmierer oder Webmaster voraus.

Sicherheit bei Webflow:

Bei Webflow wird jedem Projekt ein kostenloses SSL-Zertifikat zu Grunde gelegt. Das Webflow Team arbeitet ausserdem ständig an der Bedrohungsüberwachung im Hintergrund und trifft entsprechende Vorkehrungen. Der Login befindet sich nicht direkt auf der Webseite und erfolgt zentral über die Webflow Plattform.

Sieger Disziplin Sicherheit: Webflow

Webflow ist punkto Sicherheit der klare Favorit. Das gratis SSL-Verschlüsselungszertifikat für jedes neue Projekt, bietet dafür die Grundlage und auch die weniger bekannte Stellung des CMS kommt der Sicherheit zugute. Zudem sind Webseite (exportierter Code) und Login an unterschiedlichen Orten.

5.   Disziplin Benutzerfreundlichkeit

Benutzerfreundlichkeit von Webflow:

Das Webflow User Interface ist simpel gehalten und gut durchdacht. Auch beim Dashboard setzt Webflow auf ein nutzenorientiertes Konzept ohne unnötigen Schnickschnack. Da für Webflow keine Plugins notwendig sind, wirkt das gesamte Interface übersichtlicher und erleichtert die Arbeit. Das Dashboard beinhaltet ausserdem eine zentrale Schnittstelle für alle mit Webflow ausgeführten Projekten des Nutzers. Webflow bietet neben dem umfangreichen Designer-Zugang auch einen Editor-Zugang, welcher nur die Anpassung der eigentlichen Inhalte, nicht aber das Design editierbar macht.

Benutzerfreundlichkeit von Wordpress:

Auch hier entstehen Nachteile durch die benötigten Plugins von Drittanbietern. Durch die vielen Erweiterungen, lässt sich das User Interface nicht vereinheitlichen und wirkt daher meist unübersichtlich. Die Plugins müssen kontinuierlich, in der Regel manuell aktualisiert werden. Dabei kann es vorkommen, dass einzelne, wichtige Plugins plötzlich nicht mehr funktionieren. Die Suche nach Alternativen erfordert Zeit und kostet Geld.

Sieger Disziplin Benutzerfreundlichkeit: Webflow

Webflow ist übersichtlicher als das teilweise veraltete Konzept von Wordpress. Obwohl es bei Wordpress auch Plugins gibt, die das Verwalten von mehreren Projekten vereinfachen, ist Webflow wesentlich besser strukturiert, um arbeiten zu können. Weil jedes Plugin anders aufgebaut und optisch unterschiedlich ist, wirkt Wordpress gross und unübersichtlich.

6.   Disziplin Support

Support bei Webflow:

Webflow hat wie Wordpress ein Forum in deutscher Sprache, in dem zahlreiche Profis tatkräftig bei Problemen helfen. Da Webflow aber kostenpflichtig ist, gibt es auch einen offiziellen Support der zum Beispiel via Ticketsystem erreichbar ist.

Support bei Wordpress:

Wordpress ist kostenlos und hat keinen offiziellen Support. Jedoch hat Wordpress durch seinen Status eine enorm grosse Community weltweit, die in verschiedenen Foren und Gruppen bei Problemen zur Verfügung steht. Das funktioniert in der Regel mehr oder weniger verlässlich.

Sieger Disziplin Support: Webflow

Wer bei Webflow Support benötigt, erhält schnell Hilfe. Wordpress hat im Gegensatz zu Webflow mit Plugins von Drittanbietern einen weniger effektiven Support, welcher ausserdem über die unterschiedlichen Hersteller der einzelnen Erweiterungen verteilt ist.

7.   Disziplin Plugins

Plugins für Wordpress:

Plugins sind die grosse Stärke von Wordpress. Auch profitiert die Open Source Plattform von der enormen Community, die laufend neue Plugins veröffentlicht, die grossteils kostenlos und per einfachem Klick installiert werden können. Die Schattenseite daran ist, dass gewisse Plugins bug-lastig sein können und Sicherheitslücken aufweisen. Zudem sollte man beim Installieren von Plugins darauf achten, dass die Übersicht des Interface nicht darunter leidet.

Plugins für Webflow:

Webflow ist nicht ganz so stark abhängig von Plugins wie Wordpress, da viele notwendige Funktionen direkt integriert sind. Trotzdem gibt es auch bei Webflow Plugins und externe Bibliotheken, also sogenannte Ergänzungsprogramme, die jedoch in den Custom Code der Seite integriert werden müssen.

Der Vorteil an Webflow ist, dass die vorgestellten Applikationen sorgfältig programmiert und sicher sind. Dadurch werden nervige Bugs und Sicherheitslücken vermieden. Dafür hat Webflow aber weniger Funktionalitäten als Wordpress und es gibt fast keine Plugins im Vergleich. Man kann aber vieles selber coden, wenn man weiss wie.

Sieger Disziplin Plugins: Wordpress

Obwohl Webflow so gut wie alle nötigen Funktionen standardmässig integriert hat, geht diese Runde an Wordpress. Die Open Source Plattform bietet einfach eine gewaltige Fülle an Ergänzungsprogrammen die einfach per Klick installiert werden können.

8.   Disziplin E-Commerce

E-Commerce mit Webflow:

Eine integrierte E-Commerce Funktion erlaubt es, den Online-Shop nach eigenen Vorstellungen bezüglich Designs und Layout aufzubauen. Auch die Produkt- und Shop-Seiten sind dabei inkludiert. Jedoch ist Webflow für umfangreiche Shops im grossen Umfang noch nicht geeignet. Webflow bietet nur Kreditkartenzahlung über PayPal und Stripe an. Schweizer Zahlungsmittel wie TWINT können nicht angebunden werden.

E-Commerce mit Wordpress:

E-Commerce ist durch Plugins von Drittanbietern möglich. Normalerweise sind diese auf bestimmte Design-Vorlagen limitiert und passen nicht zu den eigenen Vorstellungen bzw. Eigenmarke. Eine der gängigsten Methode um Wordpress mit einem Shopsystem zu verknüpfen, ist Wordpress-Plugin WooCommerce. Durch verschiedene Pluginanbieter wie Payrexx ist die Anbindung von Zahlungsanbietern sehr einfach möglich.

Sieger Disziplin Plugins: Wordpress

Weil Webflow nur Kreditkartenzahlung über PayPal und Stripe anbietet, wird meist Wordpress bevorzugt. Wordpress ist mit WooCommerce sehr mächtig und hat um einiges mehr Zahlungssysteme.

9.   Disziplin Preisleistung

Kosten von Webflow:

Bei Webflow gibt es ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, da die Tarife passend für verschiedenste Anforderungen und Anwendungszwecke sind.

Kosten von Wordpress:

Wordpress ist kostenlos! Jedoch können mit Plugins, Themes, Erweiterungen und professionelle Hostings hohe Kosten entstehen. Daher ist das Preis-Leistung-Verhältnis stark davon abhängig, welche Erweiterungen von Drittanbietern installiert werden und wie hoch die Support-Kosten sind.

Sieger Disziplin Preisleistung: Webflow

Hier kommt es wieder darauf an, welche Anforderungen, Wünsche und Ziele jemand für sein Projekt hat. Mit Webflow ist man finanziell wahrscheinlich auf der sicheren Seite, denn man kann mit fixen Kosten sehr einfach rechnen und planen.

Fazit: Webflow vs. Wordpress

Welche Plattform nun besser ist, kann nicht pauschal beantwortet werden. Es hängt von individuellen Präferenzen, Anforderungen und den Zielen des Projektes ab. Dieser Artikel soll durch die Auflistung von Vor- und Nachteile der CMS Programme helfen, die richtige Wahl zu treffen.

Agenturen und professionelle Webmaster, die laufend neue Projekte realisieren müssen, bevorzugen Webflow, denn die Vorteile scheinen hier zu überwiegen. Wobei Wordpress das bessere Instrument für Laien ist, die in Eigenregie - ohne hohe Ansprüche ihre Website erstellen wollen und bereits mit Wordpress vertraut sind.

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